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Wechselwirkung Gebäude - Technik
 
Die Technik und ihre Performance steht im Passivhaus in enger Beziehung mit dem Gebäude selbst. Nachfolgend ist die Abhängigkeit des Heizwärmebedarfs von zwei beispielhaften Parametern dargestellt. Ausgangsbasis ist jeweils ein Passivhaus mit:

  • hoher Kompaktheit
  • Wärmebrückenfreiheit
  • einem mittleren u-Wert der opaken Gebäudehülle von 0,1 W/m²K
  • einem mittleren u-Wert der gesamten Fensterfläche von 0,8 W/m²K
  • einer gesamten Fensterfläche von 0,4 x WNF
  • einem nach Süden ausgerichteten Fensteranteil von 70%
  • einer Raumtemperatur von 20°C

Beispielhafte Abhängigkeit des Heizwärmebedarfs vom mittleren u-Wert der opaken Gebäudehülle:

 

Beispielhafte Abhängigkeit des Heizwärmebedarfs vom nach Süden ausgerichteten Fensteranteil:

 
 
 

Selbstverständlich spielen darüber hinaus eine Reihe von weiteren Aspekten, die den Heizwärmebedarf beeinflussen können, eine wichtige Rolle. Genannt seien vor allem die Qualität der Fenster, die Kompaktheit des Baukörpers sowie Wärmebrückenfreiheit und Luftdichtheit. Eine wesentliche Rolle spielt auch die gewünschte Raumtemperatur. Als Berechnungsgrundlage wird in der Regel 20°C herangezogen; in der Praxis sind oft auch höhere Temperaturen erwünscht.



Den Gesamtenergieverbrauch des Gebäudes betreffend, spielt der Warmwasserverbrauch eine dominante Rolle. Bei unserem beispielhaften Passivhaus wirkt sich die Abweichung von einem durchschnittlichen Verbrauch von 180 Litern - das entspricht in einem 4-Personen-Haushalt einem mittleren Bedarf von 45 Liter/Person - folgendermaßen aus: